Über uns

Die „virtuellen Stolpersteine“ sind ein Kunstprojekt von den zwei Villinger Schülern Felix Flaig und Johannes Hebsacker. Die mehrheitliche Ablehnung im Gemeinderat Villingens gegenüber den Stolpersteinen des Künstlers Gunther Demnig inspiriert die beiden, den deportierten Villinger Juden ein virtuelles Denkmal zu setzen. Unterstützt von ihrer Kunstlehrerin Anna-Maria Saurer und ihrem Geschichtslehrer Heinrich Schidelko entwickelt sich dieses anfänglich im Kunst-Unterricht an den St. Ursula Schulen geplante Schulprojekt rasch zu einer arbeitsintensiven Performance. Dabei bringen die beiden Schüler in der unmittelbaren Umgebung vor Häusern, die bis zu ihrer Deportation von Villinger Juden bewohnt wurden, Aufkleber mit verschiedenen QR-Codes* an. Diese verweisen auf Informationen zu den Jüdischen Familien auf der Website „virtuellestolpersteine.wordpress.com“

Ziel dieser Aktion ist es, auf die meist bedrückenden, ja grauenhaften Schicksale der Juden im dritten Reich hinzuweisen und sie in den Gedanken der Gesellschaft zu bewahren.

Wir möchten außerdem Herrn Heinz Löcher herzlich für seine Unterstützung danken. Ohne seine Recherchen, die er uns zur Verfügung stellt, wäre die Seite nicht zu der geworden, die sie ist.

Mit unserem Geschichtslehrer Heinrich Schidelko führt im Sommer 2014 eine Gruppe Schüler der 10. Klassen unsere Arbeit weiter. Bei Recherchen im Stadtarchiv und zwei Lokalhistorikern entstehen die Beiträge zu Familie Haberer, Familie Rothschild und in Kürze zu den Familien Zaitschek, Bär und Faber.

*Das Logo der „virtuellen Stolpersteine“ nebst QR-Code. So sieht der Aufkleber aus, der in der Stadt verteilt wird.

Kleber_Fam Boss

23 Gedanken zu „Über uns

  1. Chapeau an euch, die ihr das Projekt verwirklicht habt. Die einzige richtige und unterstützenswerte Aktion gegen den beschämenden Beschluß des Villinger Gemeinderats. Gratulation F. Becker

  2. Danke für alle, die an dieser Website mitarbeiteten und weiterhin mitarbeiten.
    Traurig, dass dies junge Menschen machen müssen.
    Wunderbar, dass dies junge Menschen machen.

  3. ja das ist sehr mut machend, dass junge Menschen sich auf den Weg machen und sich für elementar wichtige Themen einsetzen. Schade das die Stadt bzw.der Gemeinderat hier kein gutes Vorbild war. Ich hoffe und wünsche mir das die Stadt Villingen-Schwenningen die Arbeit der Schüler hier Wert zu schätzen weiß und sie entsprechende Unterstützung erhalten.

  4. BRAVO und DANKE
    für diese Homepage!
    Tief bewegt habe ich so etwas vom Schicksal einiger jüdischer Villinger Familien während der Nazi-Diktatur erfahren können.
    Die jungen Macher der virtuellen Stolpersteine sind echte Vorbilder für die Gemeinderatsmitglieder, die für den sehr beschämenden Gemeinderatsbeschluss zum Thema in dieser Stadt verantwortlich sind.

  5. Wieder einmal ein Beispiel für die Wachsamkeit und den Mut der Engagierten an den Schulen gegenüber dem Dämmerschlaf der Verantwortlichen in ihren Gemeinderatssesseln- beschämend für die Stadt und anspornend zugleich. Bravo! Ich wünsche der Homepage überregionales Interesse .

  6. Liebe Schülerinnen und Schüler,
    durch den Anruf eines über 80-jährigen Freundes aus Israel habe ich erfahren, dass Ihr Euch mit diesem Blog gegen die furchtbare Entscheidung Mehrheit des Gemeinderats in Villingen-Schwenningen wehrt.
    Ich kann Euch nur beglückwünschen für diese kreative Art, die Verweigerer in die Schranken zu weisen. Und ich werde versuchen, Eure Initiative im Kreis der Gedenkstätten in der Region weiter bekannt machen.

    Herzliche Grüße
    Heinz Högerle
    Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb

  7. On reading about the initiative of the students in the school in Villingen-Schwenningen I can only say BRAVO. I laid a Stolperstein in Berlin with the name of my grandmother Else Hecht and felt that the Stolpersteine project gave a way to looking at Germany in a new way.I hope this project will finally be accepted in Villingen Too..All the best,
    Ruth Rotstein. Haifa, Israel.

  8. Ihr beiden habt einen bewegenden und mutigen Beitrag gegen das Verdrängen eines schlimmen Kapitels unserer Vergangenheit geliefert.
    Von Herzen Dank!

  9. I still cannot understand why the Stolpersteine Project was not accepted in the Gemeinde of Villingen. Did they give reasons for the disapproval? I would like to learn more about that. Thanks. Ruth Rotstein

    • Dear Ruth Rotstein,
      I think it’s great that you as a member of a victimized family tell us how you feel about Stolperstein projects. I hope our elected representatives in Villingen-Schwenningen read your comments. I will try and find time to read up on the reasons why the majority of our elected representatives have twice turned down Stolpersteine, and then I’ll write it here for you.
      All the best to you.

  10. Super! Sehr mutig von euch. Hut ab für diese Initiative und die damit verbundene Arbeit. Und danke an alle anderen, die zum Inhalt dieser Webseite beigetragen haben.

  11. Thank you Frau E. MacKenzie for your help. Where do the stickers go ? Are they kept sticked near the homes of those who were deported? Who sticks them?
    All the best und auf wieder hoeren.Yours,
    Ruth Rotstein.

  12. Ich habe mich über das, was ich auch in der Zeitung über euch gelesen habe sehr gefreut. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und Ausdauer, auch gegen alle Widerstände.

  13. Großartige Aktion diese Seite, das Engagement gegen das Vergessen und berührend der entstandene Dialog mit Frau Rosenstein. Und für die Gemeinderäte in VS: die Stolpersteine sind keine Gefahr beim Gehen, also keine Verletzung der Wegesicherung. Es ist eine Gefahr sie nicht zu verlegen, denn es stellt eine letzte Verletzung der Verfolgten und getöteten Juden aus VS dar. Macht weiter bis die Stolpersteine verlegt sind.

  14. Great,my congratulation, the Idea to show virtual Stolpersteine is very good and all the people can read and participate with this great Idea.
    For me was speciall because I could read about Josef Boss and family. I hope that this initiative continue growing .

  15. EInfach klasse was Ihr da auf die Beine gestellt habt! Ganz großen Respekt. Man kann so viel über das Schicksal von deportierten Villingern erfahren. Ein wirklich tolles Trostpflaster für die leider (noch) nicht verlegten echten Villinger Stoplersteine. Danke!

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